Fortbildung: Rheinland-Pfalz
Diskriminierungssensibler Umgang mit Diversität in Kultur und Lebensrealitäten von Jugendlichen als schulische Herausforderung
Zielgruppe: Schulleitungsmitglieder, Kolleginnen und Kollegen aller Schulformen
„Ayla fehlte heute schon wieder beim Schwimmunterricht“, „Wenn einer schon Kevin heißt, …“, „Mohammed lässt sich von einer weiblichen Lehrperson nichts sagen“, „Samir hat Riesenprobleme wegen seiner Homosexualität“, „Zarah versteht überhaupt nichts – ihre Deutschkenntnisse sind einfach viel zu schwach“, „Chantal wurde mal wieder wegen ihrer billigen und schäbigen Kleidung ausgelacht“, „Ich kann diese People of Colour und ihr notorisches Zuspätkommen nicht mehr ertragen“, „Ann-Sophie trägt die Nase immer höher“
Die Schule ist ein Spiegel gesellschaftlicher Vielfalt: Unterschiedliche kulturelle und soziale Hintergründe, heterogene sprachliche Vorbedingungen und individuelle Erfahrungen treffen im Klassenzimmer aufeinander. Diese Diversität bereichert einerseits den Schulalltag, stellt Lehrkräfte jedoch zugleich vor komplexe pädagogische Herausforderungen. Die Fortbildung nimmt sich dieser Thematik an und bietet Raum zur Reflexion, Sensibilisierung und Entwicklung konkreter Handlungsstrategien.
Ihr Nutzen
Im Mittelpunkt stehen zunächst persönliche Erfahrungen mit Klassismus und Rassismus im schulischen Kontext. Weiterhin geht es darum, wie Schülerinnen und Schüler Schule in Relation zu ihrer eigenen Lebensrealität erleben. Ausgehend von typischen Situationen aus dem Schulalltag suchen wir zu ergründen, wie tief verankerte Werte, Normen und Erfahrungen das Verhalten von Lernenden beeinflussen – sehr oft jenseits dessen, was für uns unmittelbar erkennbar ist.
Wir reflektieren unsere eigene Haltung als Lehrkräfte: Wie nehmen wir Diversität wahr? Welche unbewusste, ggf. vorurteilsgeprägte Denkweise beeinflusst unser Handeln? Und wie können wir dieser professionell und sensibel begegnen?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem konstruktiven Umgang mit Vielfalt in Bezug auf soziale Herkunft, kulturelle Prägung, Migrationserfahrungen, Mehrsprachigkeit. Das Ziel besteht darin, praxisnahe Strategien zu entwickeln, die eine wertschätzende, diskriminierungssensible und inklusive Lernumgebung fördern.
Am Ende stehen erste Bausteine eines Schulkonzepts, welches die vorhandene Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv als Ressource nutzt – und in der alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft respektiert und gefördert werden.
• Analyse zentraler Einflussfaktoren für und von Rassismus und Klassismus in der Schule
• Reflexion typischer Konfliktfelder (z. B. Herkunft, Bildung, häusliches Umfeld, …)
• Entwicklung transparenter und tragfähiger Elemente eines Konzepts für den Umgang mit der Diversität der Jugendlichen an Ihrer Schule
Die Fortbildung richtet sich an Schulleitungsmitglieder und Funktionsträger sowie Mitglieder der Lehrerkollegien aller Schulformen.
Jeder Teilnehmer erhält eine abrechenbare Teilnahmebescheinigung.
Die Veranstaltung ist auch als SchiLF an ihrer Schule buchbar.
Gerne laden wir Sie ein, diese Gelegenheit zur Reflexion und Weiterentwicklung Ihrer schulischen Führungsarbeit zu nutzen. Für Rückfragen oder zur Anmeldung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Fortbildung: Rheinland Pfalz
Rahmendaten der Veranstaltung:
• Datum & Uhrzeit: 22.10.2026, 09:00 – 17:00 Uhr
• Ort: Diehls Hotel, Koblenz-Ehrenbreitstein
• Teilnahmebeitrag: 240 € (incl. Verpflegung)
• Teilnehmerzahl: 14–20 Personen
• Referentin: Marliese Schopen, OStD‘ a.D.
Alternative:
• Datum & Uhrzeit: 27.10.2026, 09:00 – 17:00 Uhr
• Ort: IntercityHotel Mainz
• Teilnahmebeitrag: 240 € (incl. Verpflegung)
• Teilnehmerzahl: 14–20 Personen
Mit freundlichen Grüßen
Marliese Schopen, OStD‘ a.D.
Anmeldung
Kontakt:
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